Protokoll 1.10.09
Protokoll RG DGV (erste Version)1. Diskussion /Roundtable, 1.10.09
Es sei zunächst vorausgeschickt, dass die Vorbereitung des Meetings unter organisatorischen Schwierigkeiten litt, die die Beteiligten nicht ausgleichen konnten. So fand sich aus verschiedenen Gründen (Fernbleiben, kurzfristige Absagen, Überschneidung mit anderen Veranstaltungen) keiner der ursprünglich Eingeladenen als Podiumsteilnehmer wieder. Zudem trafen die meisten Mitglieder der RG erst mit enormer Verspätung ein, was für den Ablauf nicht günstig war. Freundlicherweise haben die Anwesenden dann ad hoc die Gelegenheit zum Gedankenaustausch aber nicht verstreichen lassen. Unter diesen Vorzeichen entwickelte sich dann im Laufe der Zeit doch eine fruchtbare Diskussion, die als Standortbestimmung gedacht war.
Ebenso sei vorweg angemerkt, dass in diesem Protokoll nicht alle Wortmeldungen, Meinungen und Informationen des Treffens wiedergegeben werden können. Für Hinweise auf Ergänzungen oder Korrekturen sind wir deshalb sehr dankbar.
Wichtigste Punkte:
Diskussion zur Situation der Afrika-Ethnologie in Deutschland
* Afrika-Ethnologie insgesamt derzeit in Dt. gut aufgestellt:
* günstige Situation, hinsichtlich Stellen, Doktoranden, Forschungsförderung, Forschungsmöglichkeiten vor Ort, bessere Kooperationschancen d. Forschungszentren und gut ausgebildete Partner vor Ort
* Afrika-Ethnologie insgesamt gehört zur größten regionalen Teilbereichen der Ethnologie in Dt.
* (Anmerkungen: diese Bemerkungen basieren auf Einschätzungen; mehrere TN wiesen zu Recht darauf hin, dass idealerweise solche Feststellungen auch mit Zahlen belegt werden sollten, die zuvor eruiert werden müssten)
* Tendenz der Soziologisierung der Afrika-Ethnologie, zugleich Feststellung, dass Afrika- Ethnologen mehr als andere Regionalethnologen eine bemerkenswerte Themenvielfalt bearbeiten - dabei auch in Bereichen, die gemeinhin eher Politologen, Soziologen etc. bearbeiten würden
* Vorteil der Ethnologie in dt. Arbeit sowohl in frankophonen, lusophonen und anglophonen Ländern,
* Dt. Afrika - Ethnologie ist national und international gut vernetzt,
* daraus folgt, dass RG Afrika nicht als Fokus einer Netzwerkbildung fungieren muss, wie es in anderen RGs der Fall ist
* RG Afrika muss auch nicht als RG immer thematische Workshops mit Afrika-Bezug organisieren (Vorteil: Garantie im Tagungsprogramm), weil es ohnehin immer zahlreiche entsprechende Initiativen gibt
* Treffen der RG sollten aber als Informationsbörse und Diskussionsforum dienen und weitergeführt werden
* an Workshops zwischen den Tagungen, auch Doktorandenworkshop besteht aufgrund der Aktivitäten der vielen anderen Organisation (VAD, AEGIS, EASA) offenbar kein zwingender Bedarf
* [[hier sei nur angemerkt, dass die DGV, insbesondere der erweiterte Vorstand, diese fördert und dies mit Hoffnungen zur Gewinnung neuer Mitglieder betrachtet]]
* Einige Teilnehmer warben für eine stärkeres politisches Engagement der RG Afrika
weiterhin:
- Diskussion zur Fragen der Forschungsförderung, Fachvertreter in DFG-Gremien
(Vermeiden unnötiger Konkurrenz , Einigung auf Kandidaten)
- Ideen für die zukünftige Arbeit der RG Afrika:
Anregung: Roundtable der Sprecher der AGs und RGs
Webseite muss noch besser auf Veranstaltungen etc. hinweisen
- Wahl:
als Sprecher wurde Tilo Grätz, als stellvertretender Sprecher Gregor Dobler wiedergewählt.
- die RG organisierte auf der DGV-‘Tagung 2009 am 2.10. den Workshop „Workshop Indigeneity: Career and appropriation(s) of a global category, der gut besucht war. Die Abschlussdiskussion war sehr lebendig und durch unseren Disktutanten Alan Barnard überaus gewinnbringend, zumal sich auch Mitglieder anderer RG aktiv beteiligten
Berichte und Protokolle
PD Dr. Tilo Grätz 22.9.09
Bericht des Sprechers der RG Afrika der DGV, Zeitraum 2007-2009
Seit dem letzten Treffen der RG in Halle 2007 und der Wahl des Sprechers gab es folgende Aktivitäten:
· Überarbeitung der Webseite http://afrika.dgv-net.de/start.html; mit
o Status der RG, Protokollen der letzten Sitzungen
o Ankündigungen von Workshops und Tagungen in (Mit)-Verantwortung der RG Afrika
o Ankündigungen ausgewählter afrikrelevanter Veranstaltungen
o Planungen für zukünftige Veranstaltungen.
· Anlegen einer neuen, aktualisierten Mailing-List, de facto zugleich Mitgliederliste
· Aufnahme des Kontaktes mit Vorstand DGV, Teilnahme an Arbeitstreffen der DGV in Frankfurt/M., 30.05.2008
· Planung der beiden Veranstaltungen auf der DGV Tagung 2009,
o Workshop Indigeneity: Career and appropriation(s) of a global category, sowie
o Roundtable Perspektiven der Afrika-Ethnologie
· Mitveranstaltung folgender Workshops:
o EASA-Tagung 2008, Ljubljana, Mobility, transnational connections and sociocultural change in contemporary Africa
o ECAS-Tagung 2009, Leipzig, Changing mediascapes and new media entrepreneurs in Africa
Zukünftige Planungen:
· Thematischer Workshop auf der nächsten DGV - Tagung 2011;
o Vorschläge sind willkommen!
o Insbesondere Anregungen nach dem Roundtable der Tagung in Frankfurt
o Denkbar wäre auch ein Workshop in Zusammenarbeit mit einer anderen RG oder AG, um einen zielgerichteten Austausch und Vergleich zu fördern
· Workshop(s) zwischen den Tagungen:
o Derzeit gibt es die Idee zu einem Nachwuchs/Doktorandenworkshop unter dem Titel „Experimental & Participatory Methods in Contemporary Anthropological Fieldwork Processes“; Finanzierung muss aber noch geklärt werden
o Weitere Ideen willkommen!
· Mit-Veranstaltung von Workshops im Rahmen des Africanist Network der EASA (Tagung 2010, Dublin) National Days in Africa: Representations, performances and local appropriations, und Transitional justice: Anthropological perspectives
sowie
der AEGIS/ECAS 2011; zu denen jeweils enge Kontakte bestehen.
Weiterhin:
- Verbesserung der Webseite, weitere Rubriken
- Unterstützung von Forschungsinitiativen der DFG, etc.
Schließlich:
Tilo Grätz und Gregor Dobler stellen sich zur Wiederwahl als Sprecher bzw. Stellvertreter. Selbstverständlich sind Einsprüche und alternative Wahlvorschläge aber willkommen, bitte bald mitteilen bzw. Kontakt mit den derzeitigen Sprecher aufnehmen, wenn jemand den Vorsitz übernehmen möchte. Wenn dies nicht der Fall ist, kann auf ein langwieriges Wahlverfahren zugunsten der inhaltlichen Diskussion in Frankfurt verzichtet werden.
Frankfurt/M. Tilo Grätz
Kurzprotokoll
Sitzung der RG Afrika, Halle/Saale, am 2.10.2007, 19-20 Uhr
Anwesend: ca. 10 TN
Themen/TOP:
1. Zukunft der RG,
2. Wahl Sprecher, Stellvertreter,
3. Planung Workshop DGV-Tagung 2009,
4. Kommunikation
- Es wurde beschlossen, die RG weiterzuführen, und zugleich der Wunsch nach relevanten Aktivitäten und besserer Kommunikation unter den Mitgliedern geäußert.
- Zum neuen Sprecher wurde Tilo Grätz, zum stellvertretenden Sprecher Gregor Dobler gewählt.
- Mehrheitlich wurde der Wunsch nach einem Workshop geäußert, der den Stand der afrikawissenschaftlichen ethnologischen Forschung in Deutschland, sowohl inhaltlich als auch institutionell, thematisieren soll.
- Die Mailing - Liste der RG wird erneuert. Zudem wird eine eigene Webseite mit regelmäßig erneuten Inhalten geschaffen. Es wird geprüft, ob diese im Rahmen der DGV – Webpräsenz geführt werden kann. Sprecher und Stellvertreter werden sie in den nächsten Wochen umsetzen.
Halle, den 2.10.2007 Tilo Grätz Gregor Dobler
Bericht 2003-2007
Bisherige Aktivitäten RG Afrika 2003-2007
Zuletzt fanden Workshops auf den DGV –Tagungen 2003 und 2005 statt.
DGV- Tagung 2003:
Mobilität und kulturelle Identität. Methoden der Erforschung interethnischer
Beziehungen in Afrika
(Leitung: Tilo Grätz, Katja Werthmann)
(siehe unter http://www.dgv-tagung2005.de/2003/pdf/RGAfrika_Programm.pdf)
Die meisten Beiträge wurden veröffentlicht in:
DGV- Tagung 2005:
Afrika: Vigilantes and Militia: The problem of 'legal self-help groups' in Africa .
Leitung: Tilo Grätz, Katja Werthmann und Thomas Kirsch
(siehe unter: http://www.dgv-tagung2005.de/programmb4e8.html?panel=40&art=3)
Sprecher war bis 2007 Katja Werthmann, im Oktober wurde Tilo Grätz als neuer Sprecher gewählt, Stellvertreter Gregor Dobler.
Das Afrika-Netzwerk in der DGV versteht sich als Forum für afrikarelevante Themen, der Stärkung der Afrikaforschung innerhalb der Ethnologie. Sowie der Zusammenarbeit mit andere RG bzw. AGs.
Dies als Ergänzung zu den größeren Foren der VAD, AEGIS, , ASA –US / ASA-UK, AN-EASA .
Außer auf den DGV - Tagungen sollen Workshops auch darüber hinaus geplant, Veröffentlichungen angeregt sowie wissenschaftspolitische Probleme diskutiert werden,